Institut für Schmerztherapie München
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Modul B 1

Leitlinien und Kausalität psychischer Störungen / Beschwerdenvalidierung

 

Lernziele 

   

Wesen und rechtliche Bedeutung von Leitlinien für die Begutachtung; 

Kennenlernen wichtiger Leitlinien von Relevanz für die psychologische Gutachtertätigkeit; 

Einführung in die Rationale und die Methoden der Beschwerdenvalidierung.

Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, für eine jeweilige gutachtliche Fragestellung relevante Leitlinien zu identifizieren und sie in ihrer Arbeit zu benutzen. Sie erhalten eine Einführung in die Bedeutung der Beschwerdenvalidierung für die gutachtliche Beurteilung. Ein Methodenüberblick wird für verschiedene Arbeitsgebiete verwendbare Methoden umreißen und eine vertiefende Beschäftigung der Teilnehmer mit solchen Methoden vorbereiten.

 

Inhalt

 

a. Überblick über relevante Leitlinien

b. Vertiefung der Leitlinie zur Kausalitätsbeurteilung psychischer Schädigungsfolgen (2012)

c. Einführung in die psychologische Beschwerdenvalidierung / Grenzen der psychologischen Test- und Fragebogenmethodik

d. Differenzialdiagnostische Probleme der Differenzierung von Simulation, Aggravation, somatoformen und artifiziellen Störungen

e. Methoden zur Diagnostik der Beschwerdenvalidität


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Modul B 2

Gestaltung und Auswertung der Untersuchung 

 

Lernziele

 

Ziel ist die Vermittlung von Kenntnissen zur Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der gutachterlichen Untersuchung. Dazu zählen Kompetenzen zur Klärung der Fragestellungen mit den Auftraggebern, zur Auswahl der Untersuchungsverfahren und deren Abstimmung auf die gutachterlichen Fragestellungen, zur Gestaltung der Untersuchungsumgebung und des Untersuchungsablaufs, zur Interaktion mit dem Probanden unter Explorations- und Testbedingungen sowie zur Dokumentation der anfallenden Informationen. Schließlich sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, die gewonnenen Informationen thematisch zu bündeln, Ergebnisse zutreffend zu formulieren und die Informationen den unterschiedlichen Gutachtenteilen richtig zuzuordnen. 

 

 

Inhalt

  • Planung der Untersuchung
  • Auswahl der Mess- und Testmethoden
  • Auswahl und Interpretation psychologischer Testergebnisse
  • Besonderheiten der Interaktion zwischen Untersucher und Proband 
  • Erstellung des Gutachtens

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Modul B 3

Psychometrische Verfahren

 

Lernziele

   

Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung von Kompetenzen zur Durchführung und Interpretation ausgewählter psychologischer Mess- und Testverfahren. Die Teilnehmer sollen die für die Begutachtung psychischer und schmerzbezogener Krankheitsfolgen relevanten standardisierten psychologischen Verfahren kennen, auswerten und interpretieren lernen. Schwerpunkte der Veranstaltung liegen auf klinischen Selbstberichtsverfahren, funktions- und leistungsbezogenen Fragebögen, psychologischen Funktions- und Leistungstests sowie Testverfahren zur Beschwerdenvalidierung. 

 

 

Inhalt

  • Psychometrische Verfahren

  • Selbstberichtsverfahren (relevante Fragebogen)

  • Funktions- und Leistungsstests

  • Beschwerdevalidierungstests

  • Interpretation von Ergebnissen und Entscheidungsheuristiken

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Modul B 4

Rechtliche Grundlagen der Begutachtung und kausalitätsbezogene Begutachtung

Lernziele

 

Es sollen die rechtlichen Grundlagen der Begutachtung psychischer und schmerzbezogener Krankheitsfolgen vermittelt werden. Die Teilnehmer sollen Grundsätze des Sozialrechts und des Zivilrechts in den für die Begutachtung psychischer Krankheitsfolgen relevanten Ausschnitten verstehen und die damit verbundenen Rechtsbegriffe sicher einordnen lernen. Ebenso soll vermittelt werden, welche Auswirkungen jeweils unterschiedliche Rechtskontexte auf das gutachterliche Vorgehen und die gutachterliche Entscheidungsfindung haben kann.  

 

Inhalt

 

Rechtliche Grundlagen der Begutachtung

  • Grundlagen der Begutachtung
  • Erstellung von Gutachten
  • Gesetzliche Rentenversicherung und Rehabilitation
  • Berufsunfähigkeits- (Zusatz)versicherung
  • Schwerbehindertenrecht

 

Kausalitätsbezogene Begutachtung

  • Beurteilung der Kausalität im Sozial- und Zivilrecht
  • Gesetzliche Unfallversicherung
  • Private Unfallversicherung
  • Soziales Entschädigungsrecht
  • Haftpflichtversicherung

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Modul B 5

Beantwortung der gutachterlichen Fragestellungen

 

Lernziele

   

Ziel ist der Erwerb von Kenntnissen und Strategien zur Bewertung psychodiagnostischer Befunde in der Beurteilung psychischer und schmerzbezogener Krankheitsfolgen. Die Teilnehmer sollen lernen, Untersuchungsergebnisse und Vorbefunde unter Berücksichtigung von Informationen zur Beschwerdenvalidierung in ein schlüssiges Bild zu den Krankheitsfolgen zu integrieren. Zugleich sollen sie gutachterliche Argumentationsfiguren kennen lernen und in die Lage versetzt werden, gutachterliche Fragestellungen mit Bezug auf die gewonnenen Ergebnisse überzeugend zu begründen. 

 

 

Inhalt

  • Beantwortung der gutachterlichen Fragestellungen

  • Beurteilung kognitiver Funktionen und Beeinträchtigungen
  • Beurteilung emotional-motivationaler Funktionen und Beeinträchtigungen 
  • Beurteilung körperlicher Funktionen und Beeinträchtigungen
  • Beurteilung sozialer und arbeitsbezogener Funktionen und Beeinträchtigungen
  • Typische Fehler in der Begutachtung

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