Institut für Schmerztherapie München
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Zusatzmodule "Spezielle Schmerzpsychotherapie" (SZ)

Die Zusatzmodule stellen eine interessante Ergänzung zum Curriculum in Schmerzpsychotherapie dar. Sie können mit der Teilnahme an den Zusatzmodulen die nach Erhalt Ihres Zertifikates zur Schmerzpsychotherapie verpflichtende einschlägige Fortbildung in einem Umfang von mindestens 30 Stunden pro Jahr nachweisen. 

Modul SZ 17

Schmerzen annehmen - Akzeptanz Commitment Therapie (ACT) mit chronischen Schmerzen


Lernziele

Verständnis von ACT als Verfahren in der Schmerzpsychotherapie entwickeln

Kennenlernen der sechs zu Grunde liegenden Prozesse in ACT mit Fokus auf kreative Hoffnungslosigkeit, Akzeptanz und Werte

Das Verständnis der Beziehungsgestaltung in ACT kennenlernen

Konkrete Übungen und Anwendungen zum direkten ausprobieren und mitnehmen für zu Hause

 

Inhalte

Die sechs zentralen Prozesse der ACT

Wie komme ich zu Schmerzakzeptanz?

Akzeptanz heißt nicht aufgeben

Wofür überhaupt Schmerzen annehmen? Ziel ist immer ein wertgeschätztes Leben.


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Modul SZ 18

CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy) bei Patienten mit chronischen Schmerzen


Lernziele

  • - Einführung in den CBASP Therapieansatzes

    - Interpersonelles Verhalten von Patienten auf dem Kieslerkreis einschätzen können

    - Daraus folgende eigenen Verhaltensimpulse erkennen und für die Therapie nutzbar machen

    - Fähigkeit zur Unterstützung von Patienten bei der Durchführung von Situationsanalysen

     

Inhalte

Ein beträchtlicher Teil chronischer Schmerzpatienten weist eine frühe Traumatisierung auf. Diese frühen Missbrauchserlebnisse werden als Risikofaktor für die Entstehung und Aufrechterhaltung von chronischen Schmerzen diskutiert. Zudem ist die Komorbidität von chronischem Schmerz mit Depression und auch chronischer Depression hoch. Langjährig chronifizierte Schmerzpatienten zeigen oft eine veränderte Interaktionsgestaltung. Ähnlich wie chronisch depressive Patienten sind sie sich der Effekte des eigenen Verhaltens auf das Gegenüber nicht bewusst und erleben sich als interpersonell unwirksam. Die Unfähigkeit interpersonelle Probleme zu lösen und zielführend zu handeln, führt zu starker psychischer Belastung und oft zu Resignation.

CBASP, ein von Prof. James McCullough entwickeltes Behandlungsverfahren zielt auf das Training eben dieser interpersonellen Fähigkeiten ab. Es fokussiert dabei auf die Vermittlung einer speziellen Situationsanalyse und ein sich daran anschließendes Verhaltenstraining, in welchem das Zielverhalten in Rollenspielen eingeübt wird. Die Situationsanalyse fördert die mentale Fähigkeit formal-operatorisch zu denken und zu handeln und hilft dem Patienten eine kausale Beziehung zwischen seinen Verhaltens- und Denkmustern und den Konsequenzen seines Verhaltens herzustellen. Bedeutsam ist hierbei die Einordnung des eigenen Verhaltens im interpersonellen Kiesler-Kreis-Modell. In seinen Einzelschritten stärkt dieses Training die perzeptiven und interpretativen Leistungen, die Fähigkeit zur Reflexion des eigenen verbalen und nonverbalen Verhaltens, sowie den Erwerb von Steuerungskompetenz durch die Kontrastierung des habituellen dysfunktionalen Verhaltens gegen das gewünschte Zielverhalten.

Ein zweiter Schwerpunkt der CBASP-Therapie liegt auf der adaptierten Rolle des Therapeuten. Um korrigierende Beziehungserfahrungen zu fördern, werden frühe Prägungen erhoben und sich daraus ergebende Übertragungshypothesen formuliert. Der Therapeut bringt sich auf disziplinierte, verantwortungsvolle Weise persönlich (Disciplined Personal Involvement) in die therapeutische Beziehung ein, um so die Patienten zu befähigen, zwischen alten Beziehungserwartungen und dem Verhalten des Therapeuten bzw. anderer Personen zu unterscheiden (Interpersonal Discrimination Exercise).


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